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Akademie im Dialog ‒ Forschung und Gesellschaft | 1345‒55‒95
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Die Jahre 1945, 1955 und 1995 stehen für gravierende Veränderungen der österreichischen Identität. Oliver Rathkolb kontextualisiert diese drei Schlüsseljahre in seiner Einleitung und zeichnet das Bild von einer Nation, die zwischen Kontinuitäten und Neubeginnen navigiert. Die Betrachtung der drei großen Jubiläen ermöglicht es uns, gesellschaftspolitische Entwicklungen in Österreichs jüngerer Geschichte besser zu verstehen und zu vergleichen. Das Jahr 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Beginn der internationalen Nachkriegsordnung, national den Beginn der Zweiten Republik. Es steht in vielleicht unvergleichlicher Weise für Zäsur und Neuanfang, für eine „unterbrochene Zeit“, wie es Barbara Stelzl-Marx in ihrem gleichnamigen Beitrag nennt. Der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955, einhergehend mit dem endgültigen Abzug der Besatzungsmächte und dem Bundesverfassungsgesetz über die „immerwährende“ Neutralität Österreichs, widmet sich das zweite Jubiläum. Inwiefern das Jahr 1955 vielleicht aber gar keinen Richtungswechsel anzeigte, kein „Wendepunkt“ war, sondern vielmehr ein „Schlüsseljahr“, das vorangegangene Entwicklungen fortsetzte, diskutiert Wolfgang Mueller. Das dritte Ereignis ist der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union am 1. Jänner 1995. Sonja Puntscher Riekmann widmet sich in ihrem Beitrag nicht nur der Geschichte des EU-Beitritts, sondern vor allem den Entwicklungen, die Österreichs Mitgliedschaft im europäischen Staatenbund in den letzten dreißig Jahren prägten. |
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Die Jahre 1945, 1955 und 1995 stehen für gravierende Veränderungen der österreichischen Identität. Oliver Rathkolb kontextualisiert diese drei Schlüsseljahre in seiner Einleitung und zeichnet das Bild von einer Nation, die zwischen Kontinuitäten und Neubeginnen navigiert. Die Betrachtung der drei großen Jubiläen ermöglicht es uns, gesellschaftspolitische Entwicklungen in Österreichs jüngerer Geschichte besser zu verstehen und zu vergleichen. Das Jahr 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Beginn der internationalen Nachkriegsordnung, national den Beginn der Zweiten Republik. Es steht in vielleicht unvergleichlicher Weise für Zäsur und Neuanfang, für eine „unterbrochene Zeit“, wie es Barbara Stelzl-Marx in ihrem gleichnamigen Beitrag nennt. Der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955, einhergehend mit dem endgültigen Abzug der Besatzungsmächte und dem Bundesverfassungsgesetz über die „immerwährende“ Neutralität Österreichs, widmet sich das zweite Jubiläum. Inwiefern das Jahr 1955 vielleicht aber gar keinen Richtungswechsel anzeigte, kein „Wendepunkt“ war, sondern vielmehr ein „Schlüsseljahr“, das vorangegangene Entwicklungen fortsetzte, diskutiert Wolfgang Mueller. Das dritte Ereignis ist der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union am 1. Jänner 1995. Sonja Puntscher Riekmann widmet sich in ihrem Beitrag nicht nur der Geschichte des EU-Beitritts, sondern vor allem den Entwicklungen, die Österreichs Mitgliedschaft im europäischen Staatenbund in den letzten dreißig Jahren prägten.
2026
978-3-7001-5130-2
47 Seiten, zahlr. Farb- und s/w-Abbildungen, broschiert
21x21cm, Deutsch