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Der Entsatz von Wien 1683
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![]() Johannes Feichtinger ist Historiker und Direktor des Instituts für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Johann Heiss ist Gastforscher am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Bogusław Dybaś ist Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaften der Nikolaus-Kopernikus-Universität Thorn/Toruń |
doi: https://doi.org/10.1553/978OEAW51609
Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse 958 2026 319 Seiten23,5 x 15,5cm, gebunden € 24,90 Der Entsatz von Wien 1683 ist ein Schlüsselereignis der europäischen Geschichte und bis heute einer der umstrittensten Gedächtnisorte Zentraleuropas. In den letzten knapp 350 Jahren sind in der Erinnerung daran die historischen Fakten von zeitgebundenen religiösen, nationalen, islamfeindlichen und antisemitischen Deutungen überlagert worden. Dieses vielschichtige Gedächtnis ist heute politisch so brisant wie damals, wie die geplante, aber nicht zustande gekommene Errichtung eines Sobieski-Denkmals am Kahlenberg in Wien zeigt. Das Buch verbindet die Geschichte des Entsatzes von Wien mit der Geschichte seiner Erinnerung von 1683 bis zur Gegenwart aus österreichischer und polnischer Perspektive. Ausgehend von den Berichten der Augenzeugen wird gezeigt, wie Kirche, Politik, nationale Vereinigungen, Geschichtswissenschaft und Medien das Bild der Befreiung Wiens von osmanischer Belagerung immer wieder umgedeutet, aktualisiert und für Identitätspolitik nutzbar gemacht haben. |
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Der Entsatz von Wien 1683 ist ein Schlüsselereignis der europäischen Geschichte und bis heute einer der umstrittensten Gedächtnisorte Zentraleuropas. In den letzten knapp 350 Jahren sind in der Erinnerung daran die historischen Fakten von zeitgebundenen religiösen, nationalen, islamfeindlichen und antisemitischen Deutungen überlagert worden. Dieses vielschichtige Gedächtnis ist heute politisch so brisant wie damals, wie die geplante, aber nicht zustande gekommene Errichtung eines Sobieski-Denkmals am Kahlenberg in Wien zeigt. Das Buch verbindet die Geschichte des Entsatzes von Wien mit der Geschichte seiner Erinnerung von 1683 bis zur Gegenwart aus österreichischer und polnischer Perspektive. Ausgehend von den Berichten der Augenzeugen wird gezeigt, wie Kirche, Politik, nationale Vereinigungen, Geschichtswissenschaft und Medien das Bild der Befreiung Wiens von osmanischer Belagerung immer wieder umgedeutet, aktualisiert und für Identitätspolitik nutzbar gemacht haben.
The Relief of Vienna in 1683 is a pivotal event in European history and remains one of the most contested sites of memory in Central Europe. For almost 350 years, the historical facts have been overlaid by period-specific religious, nationalist, islamophobic and antisemitic interpretations. The political sensitivity of this multi-layered memory is as evident today as it was in the past, as demonstrated by the ultimately abandoned plan to erect a Sobieski monument on the Kahlenberg in Vienna in 2018. This book traces the history of the relief of Vienna and its commemoration from 1683 to the present day, from both Austrian and Polish perspectives. Drawing on eyewitness accounts, it analyses how the Church, politics, national associations, historical scholarship and the media have repeatedly reinterpreted Vienna’s liberation from the Ottoman siege and mobilized it for identity politics.
2026
978-3-7001-5160-9
978-3-7001-5161-6
319 Seiten
23,5 x 15,5cm, gebunden