Die vorliegende Ausgabe der ÖZKD setzt mit dem Fokus „Weiterbauen am Denkmal“ den Schwerpunkt auf die von 11. bis 12. November 2021 in Salzburg stattgefundene internationale Tagung zur Frage der Weiterschreibung des Denkmals im weitesten Sinne. Sigrid Brandts Beitrag leitet – mit einem speziellen Blick auf Salzburg – in die Thematik ein und gibt einen kurzen Überblick über die folgenden Texte, die sie thematisch den Begriffen und Sektionen des Tagungsprogramms zuordnet. Beginnend beim Thema Ort – Ensemble – Kontext wirft Bernhard Furrer einen kritischen Blick auf Unverträglichkeiten des „Weiterbauens“. Beim Schwerpunkt Entwurf – Abwägung – Realisierung stellt Roger Diener unter anderem die spannende Intervention am Naturkundemuseum in Berlin und András Pálffy etwa das Museum am Judenplatz in Wien vor, während Eva Hody einen Überblick über entsprechende Interventionen in Salzburg gibt. Nils Meyer hingegen erläutert das Thema an Hand von Bädern in Deutschland. Es folgen theoretische Beiträge zum übergeordneten Thema Modelle von Fortschreibung und Dauer, wobei Thomas Will für die „Kunst des kleinstmöglichen Eingriffs“ votiert, Bernd Euler-Rolle das „Management of Change“ beleuchtet und Roger Strub sich kritisch mit der Déclaration de Davos auseinandersetzt. Im Sinne der Perspektiven in Österreich finden sich Beiträge von Martin Mutschlechner und Barbara Lanz zum Weiterbauen in Nord-, Süd- und Osttirol sowie von Maria Flöckner und Hermann Schnöll zum Mozarteum in Salzburg. Den Ausblick auf eine Baukultur geben abschließend Roman Höllbacher zu potentiellen Baudenkmalen und Gerold Eßer zur Steuerung von Planungsprozessen. Im Anschluss an den Fokus stellen unter der Rubrik „Monumentum factum est“ Michael Schiebinger eine brutalistische Kirche im Marchfeld, Bettina Withalm den Mercedeshof am Hauptplatz in Baden und Bernhard Hebert die Römische Wasserleitung in Rechnitz vor.
2024,
978-3-7001-9642-6
978-3-7001-9648-8
143 Seiten, 21x29,7cm, broschiert, deutsch