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Ägypten und Levante XXIX
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![]() Manfred Bietak ist emer. Professor für Ägyptologie an der Uni Wien |
Die Zeitschrift Ägypten und Levante wurde im Jahr 1990 von Manfred Bietak begründet, um den Forschungen zu den Kulturkontakten zwischen Ägypten und seinen Nachbarländern sowie der ägyptisch-kanaanäischen Hybridkultur, wie sie vor allem bei den österreichischen Ausgrabungen in Tell el-Dab’a zutage trat, eine Publikationsplattform zu bieten. Von Anfang an war die Zeitschrift international und interdisziplinär ausgerichtet. Das Themenfeld geht über die ursprüngliche Kernthematik weit hinaus und umfasst sowohl Vorberichte und Berichte zu archäologischen Grabungen in Ägypten und dem gesamten Vorderen Orient sowie Nubien und dem Sudan, wie auch Artikel zu allen Aspekten der ägyptischen und nahöstlichen Archäologie, Geschichts- und Kulturwissenschaft. Der Fokus liegt auf der pharaonischen Zeit, jedoch sind sowohl Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte der genannten Regionen wie auch zur nachpharaonischen Antike möglich. Dazu wird ein weites Feld an naturwissenschaftlichen Themen abgedeckt, von Fragen der C14-Datierung über materialkundliche Untersuchungen bis hin zu archäobotanischen, archäozoologischen und anthropologischen Arbeiten. Ägypten und Levante erscheint einmal jährlich im Druck und online. Die Redaktion ist bemüht, eingereichte Artikel möglichst zeitnah zu publizieren. Beiträge sind in Deutsch, Englisch oder Französisch einzureichen. Buchbesprechungen und Rezensionen werden nicht publiziert. Alle eingereichten Artikel werden einem internationalen peer-review Verfahren gemäß den Qualitätsstandards der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unterzogen. |
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Ägypten und Levante 29, pp. 245-272, 2020/02/24
Internationale Zeitschrift für ägyptische Archäologie und deren Nachbargebiete
International Journal for Egyptian Archaeology and Related Disciplines
Palaces, in many respects, represent the main outcome of the great socio-economic transformation that characterised the outgrowth of urban societies during the first half of the second millennium BC. In the Levant, the type of building that appeared was characterised by traits that make it quite different from similar and contemporaneous buildings located in Mesopotamia. This fact suggests the existence of an independent local tradition in the Levant which has thus usually been analysed in distinct chronological segments, with separate discussions of the relevant Middle Bronze Age (MBA) and Late Bronze Age (LBA) evidence to hand. This work uses two case studies of palace architecture dating to the MBA and LBA from Qatna to propose an analysis that highlights the existence of several shared traits. Via comparisons with contemporary examples, in particular Alalakh, a common genesis that developed along a unique and continuous path is suggested for both MBA and LBA palaces. The social role of northern Levantine palaces is thus seen as an expression of new local leaderships and as the vehicle of a common language whose origin might be traced back to the emergence of the so-called Amorite Koiné.
Keywords: Levant, Palaces, Architecture, Bronze Age, Amorite, Qatna, Alalakh, Ebla