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Ägypten und Levante XXXIV
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![]() Manfred Bietak ist emer. Professor für Ägyptologie an der Uni Wien |
Die internationale und interdisziplinär ausgerichtete Zeitschrift „Ägypten und Levante“, die einmal jährlich im Druck und online erscheint, wurde im Jahr 1990 von Manfred Bietak begründet, um den Forschungen zu den Kulturkontakten zwischen Ägypten und seinen Nachbarländern eine Publikationsplattform zu bieten. Das Themenfeld der Zeitschrift umfasst Berichte zu archäologischen Grabungen in Ägypten und dem gesamten Vorderen Orient mit dem Sudan, wie auch Artikel zu allen Aspekten der ägyptischen und nahöstlichen Archäologie, Geschichts- und Kulturwissenschaft. Der Fokus liegt auf der pharaonischen Zeit, jedoch sind sowohl Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte der genannten Regionen wie auch zur nachpharaonischen Antike möglich, ebenso zu naturwissenschaftlichen Themen. Band 34 (2024) enthält einen Vorbericht zu aktuellen Grabungen in Hala Sultan Tekke auf Zypern und in Tell Nebeshe im Ostdelta Ägyptens. Es wird die Tracht der Levantiner rekonstruiert sowie der Handel mit mittelzypriotischen Waren in der Levante analysiert. Eine lexicographische Studie hat den Begriff für Armut in Ägypten zum Gegenstand, ein Artikel die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen von Ägypten und Ugarit nach der Schlacht bei Qadesch. Die numerische Terminologie in den Lahun Papyri wird vorgestellt, ebenso Nubier und Asiaten in ägyptischen Schriftquellen verglichen. Beiträge befassen sich mit organischen Relikten aus der prähistorischen Fundstelle Bargat el-Shab, mit zwei nach Ägypten importierten Ölsorten und importierten Waren aus dem eisenzeitlichen Megiddo. Es werden Tierknochenfunde aus Abusir vorgestellt und das ptolemäische Sanktuar von Deir el-Bahari im Lichte neuerer Forschungen diskutiert. In einem Essay werden kulturelle Zusammenhänge von Nubien und Ägypten behandelt. Schließlich wird die Dekoration des königlichen Kult-Komplexes in Deir el-Bahari vorgestellt. Studien zur Chronologie der 5. Dynastie anhand eines in Abu Ghurab gefundenen Siegelabdrucks des Schepseskare sowie die Analyse der Kupfer Funde aus Tell el-Retaba bilden den Abschluss des Bandes. |
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Ägypten und Levante 34, pp. 233-258, 2025/02/05
Internationale Zeitschrift für ägyptische Archäologie und deren Nachbargebiete
International Journal for Egyptian Archaeology and Related Disciplines
Bargat El-Shab is situated in the southern part of the Western Desert, southwest of the well-known complex of prehistoric sites at Nabta Playa. Traces of Early and Middle Holocene prehistoric settlements have been recorded around the palaeolake basin. The current research focuses on the environmental conditions surrounding the seasonal campsite E-05-1, located on the eastern shore of the playa, which dates to the Holocene climatic optimum during the El Nabta/Al Jerar phase of Egypt’s Southwestern Desert. The site was excavated during the 2005–2019 seasons, and the primary results were published. For this study,several features from site E-05-1, dated to the El Nabta/Al Jerar phase and containing a significant number of animal and plant remains, were specifically selected. The combined interpretation of these data facilitated an assessment of the environmental conditions and the impact of climate on the lives of the camp’s inhabitants. The research confirmed that small game hunting, including gazelles and hares, as well as the gathering of plant foods such as sorghum, occurred in the vicinity of the playa.
Keywords: animal remains, plant remains, environmental conditions, Early Holocene, El Nabta/Al Jerar period