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Mitteilungen zur Christlichen Archäologie 31
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Mitteilungen zur Christlichen Archäologie 31, pp. 87-106, 2025/10/29
In der Antike, wie in anderen Perioden der Geschichte, trugen viele Leute ein kleines Tuch für den persönlichen Gebrauch bei sich. Die-se bescheidenen Kleidungsstücke konnten in der Hand, um den Hals oder in einem Gürtel getragen werden und hatten viele Funktionen und Namen. Diese Tücher waren trotz ihrer geringen Größe in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sehr wichtig, z. B. die Mappa des Konsuls oder als die Ursprünge des Manipels und Palliums des Bischofs. Während diese „offiziellen“ Funktionen gut untersucht sind, wird der alltägliche Gebrauch dieser Tücher oft missverstanden. Besonders vernachlässigt oder missverstanden wird ihre Verwendung durch Frauen, vor allem betreffend das Tuch der Jungfrau Maria. In vorliegendem Artikel wird die Nutzung der Tücher von der frühen Römerzeit bis in die Spätantike mit Schwerpunkt auf dem Alltagsleben verfolgt. Es wird argumentiert, dass die-se ‚Kleidungsstückeʻ nicht primär männlich waren und sie scheinen tatsächlich zuerst als weibliche Accessoires bekannt geworden zu sein. Außerdem zeigen die säkularen Ursprünge der Tücher, dass sie keine Belege für die liturgische Rolle von Frauen liefern können.
Keywords: mappa, clothing, insignia, fashion, Virgin Mary