• Hans HÖLLER - Christoph LAFERL - Christoph LEITGEB - Michael RÖSSNER (Hg.)

Sprachkunst

Beiträge zur Literaturwissenschaft
Jahrgang LVI/2025 1. Halbband

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Erscheinungstermin: Januar 2026

Der thematisch offene Band enthält vier Beiträge: R. Scholz fragt, warum Goethe Faust in den Himmel kommen lässt und beleuchtet von da aus kritisch Traditionen der Faust-Forschung. H. Klapdor zeigt, wie Briefe Ausgrenzungen des Exils unterlaufen: in Erzählungen von Anna Seghers und Kathrine Kressmann Taylor werden sie zu zentralen Figuren einer „weißen“ und einer „schwarzen“ Intrige. H. Ribbe nimmt eine kurzfristige Essensgemeinschaft aus Ingeborg Bachmanns „Wüstenbuch“ in den Blick und interpretiert sie auf der Folie von Jacques Derridas Konzept der „unmöglichen Gabe“. G. Etienne schließlich erinnert an einen fast vergessenen, postapokalyptischen Roman der österreichischen Physikerin Hannelore Valencak: „Die Höhlen Noahs“ (1961). Eine Rezension und ein Nachruf schließen den Band: Besprochen wird ein „Text und Kritik“-Heft zum Lebenswerk Rainer Malkowskis; gewürdigt wird Hermann Blume, der im Juni verstorbene langjährige Redakteur dieser Zeitschrift.

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Sprachkunst
ISSN 0038-8483
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ISSN 1727-6993
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ISBN 978-3-7001-5103-6
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ISBN 978-3-7001-5104-3
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DER BRIEF ALS AKTEUR Zu zwei Briefer zählungen aus dem Exil von Anna Seghers: ›Post ins Gelobte Land‹ (1945) und Kathrine Kressmann Taylor: ›Adressat unbekannt‹ (1938 )

    Heike Klapdor

Sprachkunst Jahrgang Jahrgang LVI/2025 1. Halbband, pp. 31-47, 2025/12/05

Beiträge zur Literaturwissenschaft
Jahrgang LVI/2025 1. Halbband

doi: 10.1553/spk56_1s31

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Abstract

Through differentiated methodological reflections on theories of letter research and exile research, actor-network theory, and Peter von Matt‘s theory of intrigue, this academic essay reads the letter narratives of Anna Seghers, ›Post ins Gelobte Land‹ (1945), and Kathrine Kressmann Taylor, Address Unknown‹ (1938) as literary realisations of powerlessness turned into power. The literary practice of letter writing is an empowerment fantasy. And an experiment. With the character of the letter, she establishes a subject that acts independently alongside the fictional author of the letter, extending its power to act to the existential limits of life and death. Mittels differenzierter methodischer Reflexionen auf Theorien der Brief-Forschung und der Exil-Forschung, der Akteur-Netzwerk-Theorie und Peter von Matts Theorie der Intrige kann der wissenschaftliche Essay die Brief-Erzählungen von Anna Seghers: ›Post ins Gelobte Land‹ (1945) und Kathrine Kressmann Taylor: ›Adressat unbekannt‹ (1938) als literarische Realisierungen einer in Macht gewendeten Ohnmacht lesen. Die literarische Briefpraxis ist eine Ermächtigungsphantasie. Und ein Experiment. Sie etabliert mit der Figur des Briefs ein neben dem fiktiven Briefautor selbständig agierendes Subjekt, dessen Handlungsmacht sie bis an die existentiellen Grenzen von Leben und Tod ausdehnt.